WZ vom 15.06.2005 

"Politik kann auch Spaß machen"

Beim WZ-Forum im Café Schmitz ziehen junge Stadtratspolitiker Bilanz

Von Matthias Werner

Unter dem Motto "Ein Jahr im Stadtrat - die Jugend zieht Bilanz" fühlten die WZ und der Stadtjugendring fünf Nachwuchspolitikern unter 28 Jahren auf den Zahn. Seit September 2004 gehören Benjamin Kloos, Kathrin Witt (beide CDU), Sarah Mauerer und Timo Horst (beide SPD) dem Stadtrat an, im April als Mitglied der Grünen-Fraktion nachgerückt ist Manju Ludwig.

Warum sollte man sich als junger Mensch in die Politik einmischen, lautete die erste Frage an die Diskutanten. "Ich hänge sehr an Worms, will mich aktiv einbringen, man kann viel bewegen und sieht die Umsetzung", antwortete Kathrin Witt. Manju Ludwig meint, "dass die Älteren oft nicht mehr mit Idealen dabei sind, es ist wichtig, dass von den Jungen neue Impulse kommen".

Nach den Zielen ihrer politischen Arbeit gefragt, stehen Prinzipien wie Transparenz und Bürgernähe weit oben. "Ich möchte mit den Menschen in Kontakt treten und die Bürger an der Politik beteiligen", unterstrich Timo Horst, der in den vierteljährlichen Bürgersprechstunden ein offenes Ohr für verschiedenste Anliegen hat. Bei allem Engagement erklärten jedoch alle, dass es zunächst einige Mühen koste, in die Abläufe der Fraktions- und Ausschussarbeit hineinzufinden. Stapel an Papier wollen gelesen werden, die Vorbereitung auf die Sitzungen ist arbeitsintensiv.

Über die Fraktionsgrenzen hinweg sind die jungen Stadtratmitglieder auch in Sachen Werbung für politisches Engagement unterwegs. Im Bildungszentrum gehen sie gemeinsam in Sozialkundeklassen, um den Schülern zu zeigen, "dass Politik auch Spaß machen kann", wie es Timo Horst ausdrückt.

Ist das auf den Weg gebrachte Jugendparlament der richtige Weg, um junge Menschen politisch zu erreichen? "Das Parlament ist sicher der richtige Schritt, um zu zeigen, dass man sich engagieren kann und das auch etwas bringt", sagt Manju Ludwig. Sobald es um konkrete Projekte gehe, sei auch das Interesse der Jugendlichen sehr stark, meint Timo Horst, der für ein dauerhaftes Engagement der Jugendlichen eine kontinuierliche Betreuung durch die Verwaltung fordert.

Interessante Rückmeldungen erhielt Kurt Lauer, Stadtratsmitglied der Grünen mit Erfahrung, auf seine Frage, wie die Neulinge die Diskussionskultur im Stadtrat empfänden. Manju Ludwig erinnert sich an ihre erste Stadtratssitzung als Gasthörerin: "Damals waren wir entsetzt, alles wurde über den Haufen geworfen, was uns in der Schule an Diskussionskultur vermittelt worden war." Kathrin Witt hält dagegen, dass Meinungsdifferenzen auch kontrovers ausgetragen werden müssen und sieht den teils rauheren Umgang als normale Begleiterscheinung der parlamentarischen Auseinandersetzung.

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