NK 09.10.2004 

Zwei Ereignisse, die zu denken geben

Zirkus Fliegenpilz, Passage im Dschungelfieber / Grüne äußern Bedenken

Mit großer Skepsis verfolgen die Grünen die Berichterstattung über zwei Ereignisse in Worms, die um die Gunst der Zuschauenden werben. Dies veranlasste Herta Egli, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen zu einer kritischen Stellungnahme. Mit umfangreichen Presseberichten wird Zirkus Fliegenpilz, der ab 5. Oktober in Worms gastiert, angekündigt, und dabei wird nicht mit Superlativen gespart. Einzigartige Shows „unter Wasser" werden versprochen, Attraktionen mit Akrobaten, aber auch mit der größten gemischten Raubtiergruppe, dem „berühmten Zwergflusspferd Elsbeth", der Elefantendame Sonja, einer Giraffe u.v.a.m. „Fliegenpilz" sagt von sich selbst, es sei mit 150 Tieren der artenreichste rollende Zirkus-Zoo Europas. Mit Sicherheit ein vielversprechendes spektakuläres Programm mit Menschen und Tieren, das viele anlocken wird. Ohne die Anstrengungen der Betreiber in Abrede stellen zu wollen, sich um eine angemessene Pflege der Tiere zu bemühen, darf der Glanz der Zirkuswelt nicht darüber hinweg täuschen, dass eine artgerechte Haltung und Unterbringung vor allem der exotischen Wildtiere in einem Zirkus fast unmöglich ist. Die Tiere verbringen einen Großteil ihres Lebens in engen Transportwagen, Bewegung und artgemäßes Verhalten sind extrem eingeschränkt. Gesellige Tiere wie Elefanten und Giraffen leiden zusätzlich unter der Einzelhaltung.

Aufklärung ist angebracht darüber, wo die Tiere herkommen, wie sie untergebracht sind und was mit ihnen geschieht, wenn sie sich nicht mehr für einen öffentlichen Auftritt eignen. Wie viel so ein Tierleben wert ist, zeigte das traurige Beispiel der Tiere in der Güterhallenstraße, abgeschobene Tiere, die niemand will. Die Herkunft dieser armen Tiere steht in direkter Verbindung mit den Betreibern von „Fliegenpilz". Parallel dazu findet in der Kaiserpassage eine Ausstellung u. a. mit Echsen und Schlangen statt. Auch hier handelt es sich um einen Unternehmer, der mit seinen exotischen Tieren „on Tour" ist, eine Stresssituation, die dem Tier- und Artenschutz widerspricht. Außerdem assoziiert eine Show dieser Art in einem „Verkaufstempel" den Wunsch, exotische Tiere als Haustiere besitzen zu wollen. Ob diese spektakuläre Veranstaltung geeignet ist, die einzelnen Geschäfte ins rechte Licht zu rücken, darf bezweifelt werden. „Wir missbilligen diese Art Zurschaustellung insbesondere von exotischen Wildtieren und erwarten von den öffentlichen Stellen, genau hinzuschauen und bei erkennbaren Missständen sofort einzuschreiten. Noch so viele Beteuerungen und pädagogische Absichtserklärungen dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um Lebewesen handelt, die ein trauriges Dasein in Gefangenschaft fristen", erklärt Herta Egli.

 

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